Wie muss ich unterweisen?

Das ist die Kernfrage des ganzen Themas.

Es reicht nicht aus, wenn Sie einfach die Unfallverhütungsvorschriften aushängen. Ziel einer Unterweisung muss immer sein, Unfälle zu vermeiden und den Betriebsablauf sicher und störungsfrei zu machen. Außerdem müssen Sie jede Unterweisung dokumentieren.

Wichtig:

Das Bundessozialgericht hat 2005 entschieden, dass reine Unterschriftenlisten nicht als Dokumentation ausreichen, selbst wenn eine korrekte Unterweisung stattgefunden hat. Es ist eine schriftliche Verständnisprüfung erforderlich. (Aktenzeichen: B 2 U 11/04 R)

Bevor man überhaupt eine kontkrete Unterweisung durchführt muss man sich zunächst ein paar Gedanken machen. Im Grunde müssen alle folgenden Punkte geklärt sein:

- Wen muss ich momentan Unterweisen?

- Was müssen diese Mitarbeiter wissen, was sollen sie lernen?

- Wann führe ich die Unterweisung am besten durch?

- Führe ich die Unterweisung selbst durch oder beauftrage ich jemand anderen?

- Wie dokumentiere ich so, dass ich rechtlich abgesichert bin?

- Wie gestalte ich die geforderte Prüfung?

Wenn Sie dies davon abschrecken sollte, überhaupt zu unterweisen, seien Sie gewarnt: Es drohen im schlimmsten Fall hohe Haftstrafen für Sie und Ihre Mitarbeiter, wenn Sie ihrer Pflicht nicht korrekt nachkommen. Wie es ganz einfach möglich ist dies zu tun, erfahren Sie im Abschnitt "Unsere Leistungen".